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Tarot - Übersicht ![]() |
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Die Herkunft der Trumpfkarten ist unklar und Quell lebhafter Diskussionen. Antoine Court de Gébelin vertrat 1781 die Ansicht, die Trümpfe seien Bildhieroglyphen altägyptischen Ursprungs.
Dagegen meinen andere, Die Bilder der Trümpfe entstammten den altitalienischen Naibis, worunter eine Art Bilderenzyklopädie zum Zwecke der Erziehung zu verstehen ist. (BIEDERMANN, 421) Oder es handelt sich um die Stationen alter italienischer Umzüge (trionfi), bei denen ähnlich wie im westdeutschen Karneval Motivwagen umhergeführt wurden. (Näheres zu den trionfi)
Erst in der italienischen Renaissance sollen die Zahlen- und Hofkarten mit den Trümpfen zu einem Spiel vereinigt worden sein.
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0 - Der Narr (Der Suchende); diese Karte steht gelegentlich auch an Position XX oder ist unnumeriert.
I - Der Magier (Gaukler, Jongleur)
II - Die Hohepriesterin (Päpstin, Priesterin, Juno)
III - Die Herrscherin (Die Kaiserin, Die Pharaonin)
IV - Der Herrscher (Der Kaiser, Der Pharao)
V - Der Hierophant (Hohepriester, Papst, Jupiter)
VI - Die Liebenden (Entscheidung, Die zwei Wege)
VII - Der Wagen (Der Wagen des Osiris)
VIII - Gerechtigkeit (Die Gewissenswaage)
IX - Eremit (Der Einsiedler)
X - Rad des Schicksals (Glück, Glücksrad, Sphinx)
XI - Kraft (auch Die Stärke, Ausgleichung)
XII - Der Gehängte (Der Hängende)
XIII - Der Tod (Die Schwelle)
XIV - Mässigkeit (Kunst, Der Ausgleich, Die zwei Urnen)
XV - Der Teufel (Dämon)
XVII - Der Stern (der magische Stern)
XX - Gericht (Das Aeon, Die Auferstehung, Die Zeitenwende)
XXI - Die Welt (Das Universum, Das All)
In der Tarotliteratur wird fast durchweg die Ansicht vertreten, die Motive der Trümpfe stellten einen besonderen Schritt auf einem Einweihungs- oder Erkenntnisweg dar. Den Schluß würde schon die Auswahl der Motive nahelegen. Dagegen hält GRAF mit dem Hinweis, zur Zeit der Entstehung der Trümpfe seien Gaukler vor ihren Wundertischen, Narren in bunten Kleidern und hohe Herren in prächtigen Wagen ganz alltäglich gewesen, ebenso wie die Tugenden zum üblichen Erziehungsprogramm gehörten und Personifizierungen von Sonne, Mond, Tod und Teufel allgegenwärtig waren. Darum habe man eben diese Motive für die anfangs weder mit Zahlen noch mit Titeln versehenen Karten verwendet. (Die Magier des Tarot, 42)
Einer Theorie Éliphas Lévis zufolge finden die 22 Karten Entsprechungen in den 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets. Dieser Vorstellung folgte Oswald Wirth (1860 bis 1943), der auch ein eigenes Deck schuf (Oswald-Wirth-Tarot). Auf den Karten im Crowley-Tarot ist in diesem Sinne auf jeder Karte ein hebräisches Schriftzeichen aufgedruckt.
Auch Runen, astrologische Konstellationen, Blumen, Düfte, Edelsteine, Elemente, Kraftplätze, Archetypen und vieles andere mehr wurden den Karten zugeordnet.
Einzelheiten finden sich auf der Seite zur jeweiligen Karte.