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 Tarot
 
 

Trümpfe oder Große Arkana

Tarot - Übersicht
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Der Narr im Waite-Tarot.

Der Magier im „1JJ-Tarot”.

Die Hohepriesterin im Vice Versa Tarot.

Die Herrscherin im Marseiller Tarot.

Der Herrscher im Hudes-Tarot.

Der Hierophant im Madru Baum-Tarot.

Die Liebenden im Marseiller Tarot.


Der Wagen, Trumpf VII im Angel Tarot.

Gerechtigkeit im Cosmic Tarot.

Der Eremit bei Crowley/Harris.

Sphinx (Schicksal) bei Bernd A. Mertz.

 
Die achtundsiebzig Karten des Tarot lassen sich in zwei Hauptgruppen einteilen, in die sechsundfünfzig Zahlen- und Hofkarten („Kleine Arkana”) und die zweiundzwanzig Karten der Trümpfe. Man nennt diese Karten auch Große Arkana (lat. arcanum, „das Eingeschlossene”, im Sinne eines nur dem Eingeweihten zugänglichen Geheimnisses), Sküs, Joker, Atu oder die „sinnbildlichen Karten”, ital. atutti, frz. atouts.

Die Herkunft der Trumpfkarten ist unklar und Quell lebhafter Diskussionen. Antoine Court de Gébelin vertrat 1781 die Ansicht, die Trümpfe seien Bildhieroglyphen altägyptischen Ursprungs.
Dagegen meinen andere, Die Bilder der Trümpfe entstammten den altitalienischen Naibis, worunter eine Art Bilderenzyklopädie zum Zwecke der Erziehung zu verstehen ist. (BIEDERMANN, 421) Oder es handelt sich um die Stationen alter italienischer Umzüge (trionfi), bei denen ähnlich wie im westdeutschen Karneval Motivwagen umhergeführt wurden. (Näheres zu den trionfi)
Erst in der italienischen Renaissance sollen die Zahlen- und Hofkarten mit den Trümpfen zu einem Spiel vereinigt worden sein.

Kriegerin (Kraft) im Tarot der neuen Hexen.

Der Gehängte im Tarot der Zwerge.

Der Tod im Decamerone Tarot.

Die Mäßigkeit im Bambini Tarot.

Der Teufel im Casanova Tarot.

Der Turm im Neuen Palladini Tarot.

Der Stern im Meerjungfrauentarot.

Der Mond im Etruskischen Tarot.

Die Sonne im Visconti Tarot.

Das Gericht im Blumenefen Tarot.

Die Welt im Geheimnisse von Avalon Tarot.
 
Die Bezeichnungen der einzelnen Trümpfe und ihre Reihenfolge (Numerierung) stimmen bei den meisten Tarotspielen weitgehend überein. Eine häufige Variation ist das Vertauschen der Position von Kraft (VIII oder XI) und Gerechtigkeit (XI oder VIII).
In Namen und Darstellung findet sich manche weitere Abweichung.

0 - Der Narr (Der Suchende); diese Karte steht gelegentlich auch an Position XX oder ist unnumeriert.

I - Der Magier (Gaukler, Jongleur)

II - Die Hohepriesterin (Päpstin, Priesterin, Juno)

III - Die Herrscherin (Die Kaiserin, Die Pharaonin)

IV - Der Herrscher (Der Kaiser, Der Pharao)

V - Der Hierophant (Hohepriester, Papst, Jupiter)

VI - Die Liebenden (Entscheidung, Die zwei Wege)

VII - Der Wagen (Der Wagen des Osiris)

VIII - Gerechtigkeit (Die Gewissenswaage)

IX - Eremit (Der Einsiedler)

X - Rad des Schicksals (Glück, Glücksrad, Sphinx)

XI - Kraft (auch Die Stärke, Ausgleichung)

XII - Der Gehängte (Der Hängende)

XIII - Der Tod (Die Schwelle)

XIV - Mässigkeit (Kunst, Der Ausgleich, Die zwei Urnen)

XV - Der Teufel (Dämon)

XVI - Der Turm

XVII - Der Stern (der magische Stern)

XVIII - Der Mond

XIX - Die Sonne

XX - Gericht (Das Aeon, Die Auferstehung, Die Zeitenwende)

XXI - Die Welt (Das Universum, Das All)

 

In der Tarotliteratur wird fast durchweg die Ansicht vertreten, die Motive der Trümpfe stellten einen besonderen Schritt auf einem Einweihungs- oder Erkenntnisweg dar. Den Schluß würde schon die Auswahl der Motive nahelegen. Dagegen hält GRAF mit dem Hinweis, zur Zeit der Entstehung der Trümpfe seien „Gaukler vor ihren Wundertischen, Narren in bunten Kleidern und hohe Herren in prächtigen Wagen” ganz alltäglich gewesen, ebenso wie die Tugenden zum üblichen Erziehungsprogramm gehörten und Personifizierungen von Sonne, Mond, Tod und Teufel allgegenwärtig waren. Darum habe man eben diese Motive für die anfangs weder mit Zahlen noch mit Titeln versehenen Karten verwendet. (Die Magier des Tarot, 42)

Einer Theorie Éliphas Lévis zufolge finden die 22 Karten Entsprechungen in den 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets. Dieser Vorstellung folgte Oswald Wirth (1860 bis 1943), der auch ein eigenes Deck schuf (Oswald-Wirth-Tarot). Auf den Karten im Crowley-Tarot ist in diesem Sinne auf jeder Karte ein hebräisches Schriftzeichen aufgedruckt.

Auch Runen, astrologische Konstellationen, Blumen, Düfte, Edelsteine, Elemente, Kraftplätze, Archetypen und vieles andere mehr wurden den Karten zugeordnet.

Einzelheiten finden sich auf der Seite zur jeweiligen Karte.