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Das Lesen der Karten zu erlernen vergleicht HAGER mit dem Erlernen einer Fremdsprache. Zuerst gelte es die Bedeutung der einzelnen Wörter zu erfassen (Karten und ihre Bedeutungen), sind etliche solcher Wörter bekannt, so können ganze Sätze (Aussagen) verstanden werden, deren Grammatik der dem Tarot eigenen Symbolik entspreche (Kleine Tarot-Praxis 1993, S. 22).
Wenn nach vertieftem Studium die Sprache des Tarot die eigene geworden ist, kann der Deuter zu eigenschöpferischen, freiem Umgang damit übergehen.
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Sofern aufrechte und verkehrte Lage berücksichtigt werden, ist flächiges Mischen auf ebener Unterlage zu empfehlen. Das gilt vielen ohnehin als sinnlicher und daher dem Zweck angemessener als das Mischen in der Hand oder gar per Mischmaschine, wie es sonst beim Kartenspiel üblich ist.
Erscheinen die Karten genügend gemischt, werden sie zum Päckchen zusammengeschoben, von dem dreimal mit der Linken Hand abgehoben wird. Die drei Päckchen werden nun in umgekehrter Reihenfolge vom Kartenleger aufgenommen und nacheinander aufgedeckt.
Das geschieht am Besten auf einer dunklem Unterlage, von der sich die Karten gut abheben.
Es gibt hierbei je nach Ansicht des Kartenlegers eine ganze Bandbreite von Methoden, vom sehr freien Umgang des Legens bis zum streng formalisierten, komplizierten Ritaul. Da seitens der Tarot-Autoren vielfach auf die innige Verbundenheit der Karten mit ihrem Besitzer hingewiesen wird, sollte sich die richtige Methode von selbst ergeben. Allein beim Gebot des Ziehens mit der Linken herrscht weithin Einigkeit.

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> siehe die Übersicht über alle 78 Karten des Tarot
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| Typ | Charakter | Anliegen | |
| Stäbe | blond oder rothaarig, hell bis sehr hell, Augen blau | ehrgeizig, großzügig, auffallend | beruflicher Erfolg |
| Kelche | leicht gebräuntes bis hellbraunes Haar, etwas dunklerer Teint, Augen blau oder grau | liebevoll, zärtlich, freundlich, angenehm | Liebe, Spiritualität |
| Schwerter | dunklere Haut, dunkelbraunes Haar, Augen grau bis hellbraun | dominant, energisch, stark, ungeduldig, wütend, kalt | geistiger Rat |
| Münzen | sehr dunkel oder aber fahl, Haar und Augen dunkelbraun bis schwarz | derb, reich, materielle Gesinnung | Geld und Besitz |
Ausgewählt werden sollte nach nur einem, dafür aber besonders treffendem Merkmal, der Charakter bezieht sich auf den augenblicklichen Zustand des Fragenden. Die habituelle Einordnung ist natürlich nur bei Europiden sinnvoll, es wäre zum Beispiel unsinnig, allen Kamerunern wegen Haar- und Augenfarbe eine Karte der Münzreihe zuzuordnen.
Man kann auch astrologisch vorgehen:
| Element | Tierkreis | |
| Stäbe | Feuer | Widder, Löwe, Schütze |
| Kelche | Wasser | Krebs, Skorpion, Fische |
| Schwerter | Luft | Zwillinge, Waage, Wassermann |
| Münzen | Erde | Stier, Jungfrau, Steinbock |
Weiter gibt es die Möglichkeit, nach ihrer jeweiligen besonderen Bedeutung eine der Zahlenkarten auszuwählen, durch Quersummenbildung aus dem Geburtstag oder den Zahlwerten des Namens einen der Trümpfe zu ermitteln oder auch auf Personenkarte oder Signifikator ganz zu verzichten.

Eine wenig formalisierte Art des Kartenorakels ist es, am Vorabend eine für den folgenden Tag gültige Tageskarte zu ziehen. Nach üblichem flächigen Mischen wird mit der linken Hand eine beliebige Karte gezogen und ihre Bedeutung ermittelt.
Diese Befragung von Karten zu Orakelzwecken (Divination) ähnelt der Bibliomantie, der Mantik aus einem blind aufgeschlagenen Buch. Dabei wurde mit Vorliebe die Bibel blindlings aufgeschlagen und ein zufällig gefundener Vers zur Deutung herangezogen.
Jemandem die Karten legen meint umgangssprachlich, einem Mitmenschen gründlich die Meinung sagen.
siehe Legesysteme