| Mesopotamien - Schauplätze | ||
Eine sumerische Stadt in Mesopotamien, heute Mugajjar im Irak.
Zu seiner Blütezeit lag Ur in günstiger Lage am Ufer des Euphrat, so daß es die Kontrolle über diesen wichtigen Wasserweg ausüben konnte.
Die Könige der von Urnammu begründeten dritten Dynastie von Ur leiteten ihre Abstammung von Ninsun ab, der Stadtgöttin von Uruk und Mutter des Gilgamesch (UHLIG (2002), S. 143).
Hier fand sich die berühmte Zikkurat des Mondgottes Nanna. Auf einer Grundfläche von 62 zu 43 Metern erhebt sich der dreistufige Lehmbau in gut 20 Meter Höhe, auf dessen oberer Plattform der Hochtempel stand. Der Bau entstand um 2100 v.Chr., als Urnammu das neusumerische Reich begründet hatte.
Der Archäologe Sir Leonard Woolley ließ den im Kern hervorragend erhaltenen Tempel restaurieren. Darüber hinaus gelangen ihm in Ur in Grabungskampagnen zwischen 1922 und 1934 Funde höchsten Ranges, neben einzelnen Schätzen über 2000 Gräber und Mengen von Keilschrifttafeln (UHLIG (2002), S. 147).
Um 900 v. Chr. siedelten in dieser Gegend die Chaldäer. Ur in Chaldäa nennt die Bibel als Heimat des Stammvaters Abraham (1. Mose 11,31).