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   Sumerer
 

An

Er ist der sumerische Stadtgott von Uruk, Himmels- und Hochgott der sumerischen Götterwelt. Gattin des An ist die Urash, die später von der Ki ersetzt wurde. Mit ihr hat er die Inanna zur Tochter. Außer ihr hat er zahlreiche weitere Kinder, beispielsweise Baba, Gatumdug, den Wettergott Iskur, Martu. Mit seinem Sohn Enlil und dem Enki bildet er eine göttliche Dreiheit (BELLINGER, 33). Auch die Getreidegöttin Nisaba wird zu den Kindern des An gezählt (ebd., S., 347).

An schuf die sieben Dämonen Sebettu. Er galt als Auftraggeber der Todesgöttin Mamitu (UHLIG, 41).

Im Ausgrabungsgebiet von Uruk wurden mehrere Zikkurate (Stufentempel) gefunden. Der „Weiße Tempel” des An, ein gewaltiger Bau auf einer Hochterasse, war wahrscheinlich eine der ältesten und zu jener Zeit die bedeutenste dieser Anlagen in Mesopotamien überhaupt, obwohl der Himmelsgott An als relativ abstrakte und entfernte Gottheit dem Menschen ferner stand, als die dem menschlichen Bereich näheren Wetter- und Fruchtbarkeitsgottheiten wie etwa Enlil oder Enki (UHLIG, 41).

Keilschriftzeichen An
Keilschriftzeichen An
von links nach rechts:
archaisch
klassisch sumerisch
altbabylonisch
neuassyrisch
 
Das Zeichen das An in der sumerischen Keilschrift ist ein achtstrahliger Stern. Der Silbenwert des Zeichens ist dingir, die Bedeutung „Himmel”, „Gott”. Das Schriftzeichen wurde allgemein Götternamen vorangestellt.

An entspricht dem akkadisch-babylonischen Anu (BELLINGER, 33).