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 Römische Mythologie
 
 

Fortuna

(lat. „Glück”, „Schicksal”, Fors Fortuna „Macht des Schicksals”) Eine alte italische Göttin des Glücks, Zufalls und Schicksals. Sie ist Muttergöttin und Schutzgöttin von Personen, Gemeinschaften, Orten und Ereignissen und eine Tochter des Jupiter.

Zeichen der Fortuna
Zeichen der Fortuna
 
Dargestellt wird sie auf rollender oder schwebender, oft gelügelter Kugel und mit den Attributen Steuerruder, Füllhorn und Rad.

Ihren Kult in Rom begründete König Servius Tullius. Wichtigstes Heiligtum der Fortuna war Praeneste. Hier nannte man sie Primigenia. Ein weiteres von Bedeutung ist in Antium. In Rom stand das wichtigste Heiligtum der Fortuna Populi Romani („Glück des römischen Volkes”) auf dem Quirinal, daneben gab es in der Stadt ihr zu Ehren weitere Heiligtümer.
Besonders verehrt wurde Fortuna von Müttern, auch von Handwerkern.

Als Orakelgöttin wurde sie durch das Ziehen von Losen befragt. Diese Lose waren kleine Holzstückchen, auf die Linien eingeritzt waren. Diese wurden dann von der Priesterschaft gedeutet. (Vgl. Runenstäbe der Germanen).

Ein Beiname der Fortuna ist Dubia. Nach dieser war in Rom eine Straße in der XIII. Region der Stadt benannt.

Fortuna entspricht der griechischen Tyche.

Glückstadts Fortuna
Glückstadts Fortuna

 
Die römische Schicksals- und Glücksgöttin fand sogar Eingang in das Wappen der Stadt Glückstadt an der Unterelbe (Norddeutschland). Diese Fortuna symbolisierte die frohgemute Hoffnung, die Stadtgründung (1617) möge glücken. Eine Besonderheit ist, daß die heidnische Göttin auch die Spitze des Turms von Glückstadts Hauptkirche am Marktplatz ziert.