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   Römer - Antike Literatur
 

Gaius Plinius Secundus der Ältere

Ein römischer Gelehrter des ersten Jahrhunderts, der besonders als Naturforscher berühmt ist.

Plinius der Ältere wurde 23n. im norditalischem Comum in eine wohlhabende Familie hineingeboren. Die politische Karriere verschlug ihn für etwa ein Jahrzehnt (~47-58) in die römischen Provinzen, besonders nach Germanien. Hier bekam er Anschauung für seine 20bändige „Geschichte römischer Germanenkriege”, die leider verschollen ist, die aber dem Tacitus bei seinem „Bericht über Germanien” als Quelle diente.

Erhalten blieb vom Werk des Plinius nur die monumentale „Naturgeschichte” („Historia Naturalis”). In diesen 37 Bänden trug der vielbelesene das Wissen seiner Zeit zusammen.

79n. brach als Flottenkommandant in Diensten Kaiser Vespasians zum Vesuv auf, der seinerzeit ausgebrochen war, um den Opfern dort Hilfe zu leisten. Wie noch viele Vulkanforscher nach ihm kam der wißbegierige Plinius bei näherer Beobachtung des Ereignisses ums Leben.

 

Übersicht über die 37 Bände der „Historia Naturalis”

I. Widmung an Kaiser Titus, Übersicht

II. Das Universum

III.- VI. Geographie

VII. Der Mensch

VIII.- XI. Das Tierreich

XII.- IXX. Das Pflanzenreich

XX.- XXXII. Heilkunde

XXXII.- XXXVII. Mineralien

 

Die „Historia Naturalis” ist in deutscher Sprache bei Artemis & Winkler erschienen (1976ff.). Die meisten der Bände sind im Buchhandel erhältlich, leider ein recht teures Vergnügen. „Aber das Werk ist eine Fundgrube für Wissen und wenn Plinius auch nicht wissenschaftlich, sondern selektiv vorgegangen ist, so ist seine Naturgeschichte doch für das Studium vieler Aspekte des klassischen Altertums unerläßlich” (Yonah, Shatzman, S. 355).