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 Römer
 
 

Augustus

(lat. „der Erhabene”; griech. augi [àvji] „Der Glanz” und ous „in die Geheimnisse eingeweiht”, d.h. „im Glanz der Geheimnisse Eingeweihter”) Der Hoheitstitel und Beiname des ersten römischen Kaisers, Gajus Oktavianus. Er war Großneffe und Adoptivsohn von Julius Cäsar, 63 v. - 14 n. (in Nola). Octavianus wurde nach seinem Tode vom Senat vergöttlicht. Als ein Divus erhielt er auf dem Palatin in Rom einen eigenen Tempel, den Divi Augusti.

Octavianus gelangte als Sieger der Kriege nach Cäsars Ermodung (44v.) zur Alleinherrschaft, nachdem er Brutus und Cassius bei Philippi in Makedonien (42 v.) und Antonius und Kleopatra bei Aktium (31 v.) geschlagen hatte. 27v. zeichnete man ihn mit dem Ehrennamen Augustus aus. Sein Nachfolger wurde sein Stiefsohn Tiberius.

Seine Herrschaftszeit wird allgemein als gute Zeit für Rom betrachtet. Augustus betätigte sich als Förderer von Wissenschaft und Künste. In diesem „Augusteischen Zeitalter” wurde Rom zur Wirkungsstätte bedeutender Literaten, besonders Vergil, Horaz und Ovid.

Nach seinem Sterbedatum heißt der achte Monat August. Es soll der Ehrentitel Augustus auch erstmalig an einem 16. Januar an Octavianus verliehen worden sein. Seitdem sei der alte Januar der August (vgl. Geise, http://www.gernot-geise.de/html/archiv/geschichte/rom/rom.htm).

Der Ehrentitel Augustus vererbte sich auch auf die Nachfolger des Octavian, noch Kaiser Karl d. Gr. (um 800) wurde „Romanorum Imp(e)r(ator) Augustus Karolus Magnus” genannt.

Früher war der 15. August in Italien als Ferragosto (von lat. feriae Augusti) ein Festtag zu Ehren des Augustus und gesetzlicher Feiertag. Heute feiert die katholische Kirche an diesem Tag Mariae Himmelfahrt.