| Kalender | ||
Der alte römische Kalender war sehr ungenau und mußte laufend den Gegebenheiten der Natur angepaßt werden.
Julius Cäsar, mit dem die römische Republik endete und die Herrschaft der Caesaren ihren Anfang nahm, beauftragte den im ägyptischen Alexandria wirkenden Astronomen Sosigenes, einen genaueren Kalender zu entwerfen. Caesar hatte wohl die Vorzüge des ägyptischen Sonnenkalenders während seiner eigenen Zeit in Ägypten zu schätzen gelernt, jedenfalls übernahm sein Beauftragter Sosigines den ägyptischen Sonnenkalender, verbesserte ihn und Caesar führte ihn am 1. Januar 45 v. in Rom ein. Zu seinen Ehren wurde der Kalender Julianischer genannt.
Das ägyptische Sonnenjahr hatte 365 Tage, aufgeteilt in zwölf Monate zu je dreißig Tagen, und fünf Zusatztage. Da ein Sonnenjahr tatsächlich etwas länger als 365 Tage dauert, wurde im julianischen Kalender zum Ausgleich der Differenz ein Schalttag alle vier Jahre eingeführt. Der julianische Kalender wurde später durch Papst Gregor weiterentwickelt.
Als julianisches Datum (oder julianischen Tag) wurde der 1. Januar 4713 v. bestimmt, einem Vorschlag JOSEPH-JUSTUS SCALIGERs (1540 bis 1609) folgend. Bei dieser Zählung werden die Tage fortlaufend gezählt, immer um 12 Uhr Weltzeit beginnt ein neuer Tag. Beispielsweise hat der 1. Januar 1975 das Datum 2 442 414. Vorteilhaft ist neben der Möglichkeit des Vergleichs mehrerer Zeitangaben die einfache Berechnung des Wochentags. Dividiert man das julianische Datum durch sieben, so erhält man keinen Rest, wenn es ein Montag ist, den Rest 1, wenn es ein Dienstag, 2 bei Mittwoch usw. (n. Bertelsmann Taschenlexikon, 1992)
Gründl. mythol. Lex., die Verweise führen zu jeweiligem Autor und Werk. //-->