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Hornung / Februar

Hornung / Februar
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(lat. Februa - Sühne- und Reinigungsmonat) Bis 450 v.Chr war er der zwölfte und letzte Monat des altrömischen Jahres, später der zweite Monat des Jahres. Er hat als kürzester Monat 28, im Schaltjahr 29 Tage. Die Kürze des Monats soll von einer Begegnung der Brüder Januar und Februar (großer Horn und kleiner Horn) herrühren. Man plauderte, dann sagte der Januar zum Februar: „Borge mir zwei Tage, die ich dir wiedergebe, wenn du mal früher kommst als ich.” Der Februar — offenkundig etwas tapsig im Geiste — ging darauf ein und seither ist er der kürzeste Monat.

Deutscher Name des Februar ist Hornung (horning, horner, horn). „Hornen” bedeutet sich paaren — allmählich regt sich nach dem Winter wieder das Leben. Mancherorts in Thüringen und im Erzgebirge bezeichnet man den Februar als „kleinen Horn”, den Januar als „großen Horn”. In Österreich nennt man ihn Herndl.

Den Namen Februar erhielt dieser Monat nach den februa genannten römischen Reinigungsriten, die Bestandteil der Lupercalien zu Ehren des Lupercus (griech. Pan) waren. Im Zentrum der februa stand der Gott Februus, der auch als der Unterweltsgott Pluto bekannt ist. Auch die Göttin Juno führt den Titel Februata.

494 deutete der Bischof Gelasius die Luperkalien christlich um, indem er es zum Gedenken an die Darstellung Jesu im Tempel umwandelte und es Mariä Reinigung nannte. Dieses Fest wird vierzig Tage nach Weihnachten gefeiert, in den römischen Kirchenkalender fand es durch Papst Sergius I. (687 bis 701) Eingang.

Da der Februar im Kalender zunächst der letzte Monat war, wird an ihn der Schalttag (29. Feb.) angehängt.

In anderen Sprachen heißt der Februar ital. Febbraio, span. Febrero, frz. Février, engl. February, österr. Feber.

In den Februar fallen die Tierkreiszeichen Wassermann und Fische.

Mit dem 1. Februar begann ehedem der Frühling, die ländliche Arbeit mit Lichtmeß (2. Februar). In dieser Zeit endete die häusliche Arbeit bei künstlichem Licht, die Spinnstube wurde nun am Tage verschlossen. Stattdessen widmete man sich der Arbeit im Freien und bereitet die kommende Feldarbeit vor.

Es ist die Zeit des Fasching mit der Fasnacht als Höhepunkt, in dem die Geister des Winters mit Lärm und Maskentanz vertrieben werden, ehe mit dem Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt.

 

Monatsstein

Der Magisch-sympathetische Hausschatz nennt als „Bundesgenossen” der im Februar geborenen Menschen den Edelstein Amethyst (in: Sechstes und siebentes Buch Mosis, 197f.).
Auch nach einem indischen System des Edelsteinkalenders und nach antiker Vorstellung soll dem Februar der Amethyst zuzuordnen sein (MESENZEW, 234).

MALA gibt als magische Steine für den Februar Amethyst, Chrysopras, Onyx und Saphir an (Weiße Magie, 88).

 

Februarwetter

Die Landwirtschaft wünscht sich einen kalten, winterlichen Februar. Ein milder Februar bedeutet nach vielen Wetteregeln, daß das Frühjahr später einsetzen wird. Darum soll der Februar „anfangen wie ein Bär, enden wie ein Schmeer” (Schmutz).

Weitere Bauern- und Wetterregeln zum Februar entnehmen Sie bitte einem gesonderten Artikel.