| Christentum | ||
Ein Ausdruck für die zwölf Jünger in Jesu Nachfolge, die den Kern seiner Anhängerschaft bildete, als der christliche Erlöser als Mensch wirkte.
Im einzelnen sind diese zwölf Jünger Jesu nach MATTHÄUS: Simon, genannt Petrus, Andreas, sein Bruder, Jakobus, der Sohn des Zebedäus, Johannes, sein Bruder, Philippus, Bartholomäus, Thomas, Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, Judas Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Ischarioth (Mt 10,3). Letzterer wurde nach seinem Verrat an Jesus gegen den Matthias ausgetauscht (Apg 1,15ff).
Ebenso sind die Namen der Jünger beim Evangelisten Markus genannt, der für Jakobus und Johannes noch den Beinamen Bonanerges (Donnerskinder) erwähnt.
Auch Lukas nennt diese Mitglieder des Zwölferkreises, der erste Judas ist nach ihm abweichend Sohn des Jakobus (Lk 6,12-16).
Im Evangelium nach Johannes ist der Zwölferkreis nicht erwähnt.
Als Kern (Säulen, Galater 2,9) des Zwölferkreises gelten Johannes, sein Bruder Jakobus und Simon Petrus.
In religiöser bildender Kunst sind die Mitglieder des Zölferkreises an typischen Symbolen erkenntlich, die auf ihr Wirken oder ihr Martyrium hindeuten:
Petrus: Schlüssel
Andreas: schräges Kreuz
Jakobus d. Ä.: Pilgerhut mit Muschel
Johannes: Kelch mit Schlange
Philippus: Kreuzstab
Bartholomäus: Messer; abgezogene Haut
Thomas: Lanze und Winkelmaß
Matthäus: Buch oder Schwert
Jakobus d. J.: Keule
Judas Thaddäus: Keule; auch Buch
Simon: Säge
Matthias: Beil oder Schwert
siehe auch Apostel