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   Christentum
 

Thebäische Legion

Während der Herrschaft Kaiser Maximians (285 bis 305) sollten eine Anzahl Soldaten aus der Landschaft Thebäis (Nordägypten, nach der Stadt Theben) an einer Christenverfolgung teilnehmen. Diese Soldaten zeichneten sich laut der Beschreibung des Jakobus de Voragine durch Weisheit, Tapferkeit und besonders großen Körperbau aus (de Voragine, 318)

Die Legion wurde zur Bekämpfung von Christen nach Gallien gesandt. Weil diese Soldaten, insgesamt sollen es 6666 gewesen sein, aber selbst christlichen Glaubens waren, Bekehrer ihrer Heimat war der Herrenbruder Jacobus, verweigerten sie dieses und erlitten selbst das Martyrium, doch konnten einige entkommen und ihren glauben weiter verbreiten. Das Martyrium der übrigen soll sich bei Agaunum (St. Maurice, Schweiz) ereignet haben.

Der Anführer der Thebäischen Legion war Mauritius, Träger der Feldzeichen waren Candidus, Innocentius, Euperius, Victor und Constantinus (de Voragine, 319), andere Mitglieder waren (unter anderen) Felix, Florentius, Gereon von Köln, Innocentius, Kassius, Regula, Ursus, Thyrsus, Viktor von Xanten, Verena.

Diese Legende geht auf einen Bericht des Bischofs Eucherius von Lyon zurück und wurde immer weiter ausgestaltet. Historisch ist nicht belegt, daß eine römische Legion aus Thebäis nach Westeuropa verlegt wurde, auch werden verschiedene Begräbnisorte der Märtyrer angegeben. Der anführer Mauritius liegt im nach ihm benannten St. Moritz, Schweiz, Gebeine anderer Legionäre fanden sich in Westfalen/Rheinland.