| Christentum | ||
Die erste Anhängerschaft des Jesus, die ihn bis zu dessen Tod in Jerusalem nachfolgte und (teilweise) später als Apostel wirkte.
Die Jünger wurden dies nicht Kraft ihres eigenen Wunsches, sondern auf Berufung Jesu. Sie hatten ihr bisheriges Leben aufzugeben und bildeten mit ihrem Meister eine enge Lebensgemeinschaft, die in Jesu Vollmacht predigten und auch dessen Wunderkraft teilhaftig waren, etwa bei der Austreibung von Dämonen (Markus 3,13f.).
Insgesamt war diese Anhängerschaft recht zahlreich, es gehörten zu ihnen Männer wie Frauen (z.B. Maria Magdalena, Veronika). Im engeren Sinne meint der Begriff aber die Mitglieder des Zwölferkreises.
Im einzelnen sind diese zwölf Jünger Jesu: Simon Petrus, Andreas, Jakobus Zebedäi, Johannes, Jakobus, Alphäi, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Thaddäus, Simon und Judas Ischarioth (Matthäus 10,3). Letzterer wurde nach seinem Verrat an Jesus gegen den Matthias ausgetauscht (Apostelgeschichte 1,15ff).
Jünger hatten auch andere Propheten. So hatte Johannes der Täufer seine Jünger (Markus 2,18 und Lukas 11,1); auch alttestamentarische Propheten, zum Beispiel Elias, hatten Jünger (1. Könige 19,19-21).