| Sternenkunde - Lichter | ||
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| Der Uranus. Aufnahme: NASA |
Der jenseits des Saturn in einer Entfernung von 2,9 Millarden Kilometern einmal in 84,015 Erdenjahren um die Sonne kreisende Uranus hat einen Durchmesser von 50.800 Kilometern. Fünfzehn Uranusmonde sind bekannt, die allesamt nach Figuren aus den Werken Shakespeares benannt sind, beispielsweise Ariel (Sturm), Portia (Kaufmann von Venedig), Puck (Sommernachtstraum). Zudem besitzt Uranus elf Ringe, die ihn dem Saturn ähnlich machen. Auf dem Uranus soll es recht unwirtlich zugehen. Für die Oberfläche wird eine Temperatur von -200°C angenommen, darüber sollen Stürme aus Methan und Ammoniak mit Geschwindigkeiten von über 500 km/h toben.
Interessant sind die Pole des Uranus, der deren vier hat, zwei Nordpole und zwei Südpole. Das liegt daran, daß das Magnetfeld des Planeten nicht parallel zur Rotationsachse verläuft, wie es bei der Erde der Fall ist. Grund dafür ist nach Vermutungen der Astrophysik eine dünne Schicht leitenden Materials dicht unter der Oberfläche, welche das Magnetfeld in seiner eigentümlichen Lage stabilisiert und Quadrupolar austreten läßt.
Der Uranus steht astrologisch für das persönliche Streben nach Freiheit. Plötzliche Veränderungen und überraschende Eingebungen sind ihm zuzuschreiben, Umbruch und Wandlung kündigt sein Erscheinen an. Er wirkt mehrere Wochen. Der Uranus ist Leitgestirn des Wassermanns sowie des 11. Hauses.
Der Uranus hat eine ganze Reihe von Monden: Ariel, Belinda, Bianca, Caliban, Cordelia, Cressida, Desdemona, Juliet, Miranda, Oberon, Ophelia, Portia, Prospero, Puck, Rosalind, Setebos, Stephano, Titania, Trinculo, Sycorax, Umbriel. Sie sind alle nach Figuren aus den Werken des englischen Dichters Shakespeare benannt. Daneben wurden noch einige weitere Monde entdeckt, die bislang nur vorläufige Codenamen tragen: 1986 U10, S/2001 U2, S/2001 U3, S/2003 U1, S/2003 U2, S/2003 U3.
In der griechischen Mythologie ist Uranos das erste männliche Wesen, Sohn und Gatte der Gaia.