| < zurück | |
| Zauberei | |
(das Amulett, lat. ?) Sammelbegriff für kleine Gegenstände, die am Körper getragen werden um ihren Besitzer vor schädlichem Zauber zu bewahren. Es können kunstfertig ausgeführte Schmuckstücke sein, unbehandelte Naturmaterialien, Knochen, Münzen oder beschriftetes Papier.
Das Amulett soll vor dem Bösen Blick schützen (z. B. eines aus Muscheln, WEHR, 167). Als Analogiezauber überträgt es seine Kräfte auf seinen Träger. So verleihen etwa Halsketten aus Raubtierzähnen dem Jäger das Geschick dieser Tiere.
|
Ähnlich dem Amulett ist der Talisman, die Begriffe werden nicht immer scharf getrennt. Während das Amulett am Körper getragen wird und vornehmlich als Abwehrzauber dient, kann der Talisman größer sein. er wehrt nicht einfach schädlichen Einfluss ab, sondern läßt selbst Zauber wirken.
Beispiel: Bilder des St. Christopherus oder Hufeisen in Kraftfahrzeugen, Abraxas-Gemme der Gnostiker.
Papst Bonifatius VIII. (1294 bis 1303) ließ sich seine Nierenkolik vom Arzt Arnold von Villanova behandeln. Der soll dem kranken Papst mit einem goldenen Amulett geholfen haben, in das das Zeichen Löwe eingraviert war. (DIEPGEN, Geschichte der Medizin, Bd. I. Berlin, 1949, S. 221, n. HABIGER-TUCZAY, 215)
siehe auch Talisman