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 Allmende
 
 

Weihe

Im allgemeinen ein Segen, der über Pflanzen und Tiere, Gegenstände oder Bauwerke gesprochen wird, um als eine Art Wortmagie wirkend den genannten besonderen Schutz angedeihen zu lassen (vgl. „einweihen”).

In der katholischen Kirche ist die Weihe eine liturgische Handlung, bei der das zu weihende in den Dienst Gottes gestellt wird. Besonders gilt das für Kirchen (Kirchweih), den Altar und die Glocken sowie das kultisch verwendete Weihwasser.

Auch Personen werden geweiht, wenn sie in ein kirchliches Amt eingeführt werden, so als Diakons-, Priester- oder Bischofsweihe.

Volkstümlich ist die Weihe gesammelter Heilkräuter bei der „Kräuterweihe”, damit sie möglichst wirksam sein mögen. Wer Zauberei üben will, sucht bei solcher Gelegenheit allerlei andere Gegenstände heimlich mitweihen zu lassen, um auf diese Weise besonders wirksame Zutaten zu erhalten.

Der Hammer Miöllnir des nordischen Gottes Thor war Waffe und Weihgerät, mit dem er beispielsweise den Scheiterhaufen der Nanna weihte.

Ein zivilisatorischer Tiefpunkt ist die Weihe von Kriegsgerät durch Priester, ehe diese für ihr Mordwerk eingesetzt werden. Solches geschah - für Gott und Vaterland - besonders im I. Weltkrieg. Ehrlicher wäre die Anrufung eines Kriegsgottes gewesen.

Der Grieche HESIOD mahnte: „Schöpfe nie aus ungeweihten Fußtöpfen zum Essen oder zum Waschen, denn ... darauf steht Strafe.” (Werke und Tage, 734-738)