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| Edelsteine | |
(von lat. serpens, Schlange, gr. ophites, Schlangenstein) Ein grün, gelb, braun, schwarz oder rötlich gefärbtes, durchscheinendes und relativ weiches Mineral (Härte 3 bis 4), dessen Kristallsystem ihm Sprödigkeit verleiht, weshalb der Serpentin beim Bruch schuppig-muschelig ausfasert. Der Serpentin ist ein recht häufiger Edelstein, er wird an etlichen Stellen überall in der Welt gefunden ( (DUDA, REJL, SLIVKA, 230).
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Dieser Edelstein wurde als glücksbringender Talisman angesehen, der lebensverlängernd wirken sollte (BIEDERMANN, 420). Die sich häutende und dadurch scheinbar sich erneuernde Schlange wurde für unsterblich gehalten.
Weiter empfahl man ihn (als runden Wärmstein) zur Wärmung des Leibes, insbesondere bei Koliken. In Wein gegebener gepulverter Serpentin soll getrunken bei Blasenstein helfen. Zedlers Reallexikon von 1738 führt noch eine Reihe weiterer Anwendungsgebiete an (ebd., 14).
Es gibt eine ganze Reihe von Synonymen für diesen Stein (Grünstein, Kypholith, Neolith, Radiotin, Wachsstein), noch vielfältiger sind die Bezeichnungen der Farb- und Gemengevarianten, z. B. Antigorit oder Blätterserpentin, Bastit, Berthierin, Chrysotil oder Faserserpentin, Connemara, Lizardit, Silberauge, Siliciophit, Steatoit, Stichtit, Verd-antique, Verdit, Williamsit usw. (STEPHAN u. ASCHBERG, 250)