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 Edelsteine
 
 

Sarder

(Sardis) Dieser zu den Chalcedonen gehörende Edelstein trägt seinen Namen nach der Stadt Sardes in Kleinasien. Er ist von seifig-brauner Färbung, Fundorte sind in Deutschland und China, bis zu kindskopfgroße Exemplare fanden sich in Brasilien.

Den antiken Griechen und Römern galt der Sarder als Edelstein, der Verbindungen schafft und festigt.

Die Bibel nennt den Sarder als einen der zwölf Edelsteine auf dem Amtsschild des Priesters (2. Mose 28,17).

Im Neuen Testament heißt es, der sechste Grundstein des neuen Jerusalem sei ein Sardis (Offenbarung 21.19f.), was wohl auf die zwölf Stämme Bezug nimmt, deren Namen auf den zwölf Stadttoren stehen (21.12).


 
Die Mystikerin Hildegard von Bingen (1098-1179) rühmte diesen Stein für seine Fähigkeit, die Sinne zu schärfen. Der Sarder soll weiter das Temperament mäßigen und vor Verbohrtheit und Fanatismus bewahren.

Als Heilstein empfiehlt man den Sarder als Schutz vor Infektionen, Geschwüren und Krebs besonders in Bindegewebe und Hirn. Außerdem soll er Leber und Galle stärken und mit diesen Organen zusammenhängende Erkrankungen heilen, zum Beispiel die Gelbsucht, weitere Anzeigen in diesem Sinne sind Fieber, Erbrechen und Durchfall.

Überdies gilt der Sarder für hilfreich bei Erschöpfung, Ohrenerkrankungen, besonders Schwerhörigkeit, sowie zur Beruhigung und Stärkung gereizter Nerven.

Alternativmediziner raten den sonnenliebenden Stein regelmäßig dem Strahl des Zentralgestirns auszusetzen und etwa alle vier Wochen unter fließendem Wasser zu reinigen.

MALA nennt den Sarder als magischen Stein für den Monat August (Weiße Magie, 89).

Der Sarder ist mit dem Karneol nahezu identisch, teilweise gehen beide Edelsteine ineinander über und werden auch als einerlei angesehen.