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 Edelsteine
 
 

Rubin

Der Rubin gehört zu den Korunden, einer Gruppe kristallisierter Aluminiumoxyde, denen ihre Farbenpracht den Titel „Blumen im Edelsteinreich” eintrug. Der begehrteste und wertvollste dieser Korunde ist der Rubin, dessen blutrote Farbe poetisch veranlagte Naturen veranlasste, ihn „Blustropfen aus der Erde Mutterschoß” zu nennen (Edelsteine in der Medizin, 11). Chemisch gesehen kommt diese Färbung durch geringe Beimengungen von Chrom zustande (ebd., 12).

Die Bibel nennt den Rubin als einen der zwölf Edelsteine auf dem Amtsschild des Priesters (2. Mose 28,18).

Der Rubin soll seinem Träger Mut und Tapferkeit verleihen. Richard II. (Löwenherz) trug dementsprechend einen Umhang, der reich mit Rubinen bestickt war.

 

Rubin in der Medizin

Wie den Smaragd, den Granat und den Saphir zählte man auch den Rubin „zu den ,hochberühmten medicinalischen Steinen’, an deren Arzneiwert auch noch nach der Aufklärung festgehalten wurde” (Edelsteine in der Medizin II, 23).

Der Rubin als Heilstein soll die Gerinnung des Bluts verhindern (siehe rote Farbe) und Giften entgegenwirken. Außerdem soll er das Herz stärken und — im Munde gelutscht — das Gemüt erheitern (Edelsteine in der Medizin I, 12).

Rubine und Saphire wurden in Wacholderöl getaucht, und man zeichnete damit Zauberkreise um die Krankenstuben” (FISCHER-RIZZI, 165).

 

Astrologische und kalendarische Zuordnungen des Rubin

Der Rubin gilt als besonderer Schutzstein der im Zeichen Löwe geborenen (MESENZEW, 233), er galt im Altertum als Monatsstein des Dezember (n. FERSMAN, ebd., 234), nach Anderen auch des Juli (BAUER, 198).

MALA nennt den Rubin als magischen Stein für die Monate Juli und Dezember (Weiße Magie, 89 u. 90).

Planetarische Entsprechung des Rubin ist laut G. BRAUNGER der Pluto, vorwiegend mit Aspekten von Isis (Transpluto), Saturn oder Mondknoten (in: CHOCRON, 133).