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 Edelsteine
 
 

Hyazinth

Dieser Stein von rotbrauner Färbung gehört zur Gruppe der Zirkone. Das sind Halbedelsteine, die das chemische Element Zirkonium (chem. Zr) enthalten. Die Härte ist 7,5. Wer einen Hyazinth besitzt, sollte ihn vor Sonnenlicht schützen, der seltene Stein würde sonst dunkel werden und seinen Glanz verlieren (DUDA, REJL, SLIVKA, 466).

Im Neuen Testament heißt es, der elfte Grundstein des neuen Jerusalem sei ein Hyazinth (Offenbarung 21.19f.), was wohl auf die zwölf Stämme Bezug nimmt, deren Namen auf den zwölf Stadttoren stehen (21.12).

Dem Hyazinth werden Kräfte zugesprochen, die stärkend, beruhigend und allgemein der Heiterkeit förderlich seien. Zudem gilt er als Leber und Nieren stärkend. Auch vor Blitzschlag soll er bewahren.
Er soll auch vor der Pest schützen (MESENZEW, 234) und Sicherheit und Kraft geben (WEHR, 130).

Nach Hildegard von Bingen entsteht der Hyazinth „in der ersten Stunde des Tages, wenn die Luft eine milde Wärme hat, aus dem Feuer. Er ist mehr luftig als feurig. Daher spürt er auch die Luft und paßt manchmal seine Wärme der ihren an. Aber er ist auch feurig, weil er aus dem Feuer entsteht.” (Physika, zit. n. KLUGE, 31) Hildegard empfahl den Stein bei Augenbeschwerden, Fieber, Wahn und übermäßigem Sexualtrieb (ebd.)

Als Monatsstein ist der Hyazinth dem Januar, dem März und dem Dezember zugeordnet (MALA, 88 u. 90).