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| Steine - Edelsteine | |
(alte Bezeichnung auch Almandin) Eine varietätenreiche, zu den Silikaten gehörende Mineralgruppe, Härte 6,5 bis 7,5
Das relativ häufige Mineral erscheint in vielen Farben, es gibt rote, grüne, braune oder schwarze, auch farblose Granate.
Der Granat hat seinen Namen nach der Ähnlichkeit mit einem Kern des Granatapfels.
Wie den Smaragd, den Saphir und den Rubin zählte man auch den Granat zu den ,hochberühmten medicinalischen Steinen’, an deren Arzneiwert auch noch nach der Aufklärung festgehalten wurde (Edelsteine in der Medizin II, 23).
Seiner roten Farbe und damit seiner Nähe zum Blute verdankt er gewiß seinen Ruf als medizinischer Stein, denn es hieß Granat macht frisch Gebluet (THURNEISSER 1583, n. Edelsteine in der Medizin II, 9). Wer ihn trägt, dem stärkt er das Herz und schenkt Fröhlichkeit, bei Unternehmungen verbessert er die Aussicht auf Erfolg. Bei Erkrankung mit der roten Ruhr zerstieß man ihn und gab ihn als Tinktur dem Patienten.
Henrik Ranzau gibt seinen Söhnen folgenden Rat: ,Im Munde solltet ihr zuweilen einen Amethyst halten, etwas Kristall, einen Granat oder etwas reines Gold oder Silber.’ (in: Das sechste und siebte Buch Mosis, 198)
Das Tragen eines Granat empfahl man auch zur Vertreibung der Melancholie (WEHR, 161).
Planetarische Entsprechung des Granat ist laut G. BRAUNGER der Pluto, vorwiegend mit Aspekten von Saturn oder Mond (in: CHOCRON, 133).