Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Edelsteine
 
 

Chalcedon

Ein Oxid (SiO2), Härte 6 bis 7. Je nach Einschließungen ist der Chalcedon gefärbt oder durchscheinend. Das relativ häufige Mineral heißt nach der antiken kleinasiatischen Stadt Kalchedon (lat. Chalcedon) und wird an vielen Orten der Welt in vulkanischen Gesteinen gefunden, in Deutschland beispielsweise in Idar-Oberstein (DUDA, REJL, SLIVKA, 358).

Chalcedon.
Chalcedon.

 
Je nach Färbung, Textur und Zusammensetzung werden vom Chalcedon viele Varietäten unterschieden, die vielfach ineinander übergehen und rein makroskopisch schwerlich sicher bestimmbar sind. Einzelne sind Achat, Chrysopras, Enhydros, Heliotrop, Jaspis, Karneol, Onyx, Plasma, Prasem, Sarder oder Moosachat (ebd.).

In der Antike war der Stein begehrtes Material für geschnittene Gemmen. Man fand ihn auf dem Peloponnes in besonders schöner, hellblauer Färbung.

Beliebt ist der Chalcedon seit eh und je als Talisman, soll er seinem Träger doch Schutz vor Schwäche, Melancholie und Hirngespinsten bewahren, auch vor Zornausbrüchen schütze er und soll obendrein vor Gericht günstiges Urteil verschaffen. Dabei mag der Umstand hilfreich sein, daß Lecken des Steins und Anhauchen den Redefluß fördert.
Gelegentlich empfohlen wird der Chalcedon gegen Gicht und Gallenleiden (Edelsteine in der Medizin, 12).

Im Neuen Testament heißt es, der dritte Grundstein des neuen Jerusalem sei ein Chalcedon (Offenbarung 21.19f.), was wohl auf die zwölf Stämme Bezug nimmt, deren Namen auf den zwölf Stadttoren stehen (21.12).

MALA nennt den Chalcedon als magischen Stein für den Monat Juni (Weiße Magie, 89).

Der Chalcedon ist den Tierkreiszeichen Steinbock und Wassermann zugeordnet.