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 Edelsteine
 
 

Beryll

Ein Gruppe von Edelsteinen aus Aluminium-Beryllium-Silikaten, Spuren anderer Verbindungen verleihen dem sonst farblosen Mineral seine Farben. Die Härte ist 7,5 bis 8. Formen des Beryll sind der grüne Smaragd, der blaue Aquamarin, der goldgelbe Goldberyll, der rosige Worobjewit, der farblose Goshenit, der rote Bixbit, der hellgelbgrüne Heliodor, und der grünblaue bis hellbaue Morganit. Der vom griechischen Wort beryllos abgeleitete Name bezeichnete laut PLINIUS blaugrüne, wie Meerwasser gefärbte Edelsteine (DUDA, REJL, SLIVKA, 436).

Im Altertum schliff man aus dem Beryll optische Linsen, die als Brillen verwendet wurde. Schon der römische Caesar Nero besaß ein solches Gerät (ebd.). Das Wort Brille leitet sich daher vom Namen dieses Minerals ab.

Im Neuen Testament heißt es, der achte Grundstein des neuen Jerusalem sei ein Beryll (Offenbarung 21.19f.), was wohl auf die zwölf Stämme Bezug nimmt, deren Namen auf den zwölf Stadttoren stehen (21.12).

Der Beryll soll den Wanderer stärken (MESENZEW, 9), er wurde bei Nieren- und Blasensteinen sowie bei Asthma empfohlen.

Als Entsprechung zum Beryll gilt die Rune Thurisaz.

Der Beryll ist dem Tierkreiszeichen Waage zugeordnet.
Oder er gilt als besonderer Beschützerstein der im Zeichen Zwillinge Geborenen (MESENZEW, 233).

Auch der Stern Sirius gehört zu ihm (GEBELEIN, 204).

MALA nennt den Beryll als magischen Stein für die Monate September und Oktober (Weiße Magie, 89 u. 90).