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Ein durchsichtiges oder durchscheinendes, farbloses, gelbes, grünes, blaues, rotes oder braunes Oxid der Härte 8. In Deutschland findet man den insgesamt recht seltenen Spinell im Odenwald und im Schwarzwald, in Italien am Vesuv sowie an einigen weiteren Orten der Erde. Die Herkunft des Namens dieses Minerals ist unklar; verwendet wurde er zuerst 1546 von AGRICOLA. (DUDA, REJL, SLIVKA, 468)
Der rote Spinell, man nennt ihn auch Rubin-Spinell, kann leicht mit dem Rubin verwechselt werden. Mancher berühmte Rubin (z. B. der Black Prince’s Ruby der englischen Staatskrone oder der Timur Ruby) stellte sich später als Spinell heraus. Im Mittelalter war Karfunkelstein eine übliche zusammenfassende Bezeichnung für Rubin, roten Spinell und roten Granat. Als eigenständiges Mineral erkannte man den Spinell erst im 18. Jahrhundert. (STEPHAN u. ASCHBERG, 260)
Als Heil- und Schutzstein galt der Spinell (wie andere, ähnliche Steine auch) im Altertum als Beschützer der Krieger im Kampf. Die neuere Gesteinsheilkunde empfiehlt ihn u. a. bei Entzündungen, Muskel-, Gelenk- und Knochenschmerzen oder zur Hebung des Selbstbewußtseins, er gilt als Symbol der Ruhe und der Meditation. (STEPHAN u. ASCHBERG, 260 u. 261)