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 Alchemie
 
 

Mercurius

Das nach dem altrömischen Gott Merkur Mercurius benannte Quecksilber ist bei Raumtemperatur flüssig, eine für ein Metall ungewöhnliche Eigenschaft.

So ist nicht verwunderlich, daß das gestaltlose Element nach dem Wandelgott Merkur (griechisch Hermes) heißt, der zwischen dem Himmel der Götter und Menschen- bzw. Unterwelt vermittelt. Merkur ist die römische Entsprechung des griechischen Hermes, der als Psychopompos Führer der Seelen in das Totenreich ist.

Zeichen Mercurius
Zeichen Mercurius
 
In der Elementenlehre des Paracelsus ist Mercurius der Geist Spiritus, der sich mit dem brennendem Sulphur (Anima) und dem festen Sal zu den Stoffen verbindet, aus denen die Welt aufgebaut ist.

Eliphas Lévi nannte den Merkur neben Salz, Schwefel und Azoth als eines der vier magischen Elemente der Alchimie. (Transzendentale Magie, 127)

Der Schwefel und das Quecksilber in den Metallen sind (in islamischer und abendländischer Alchemie wie die „schöne Weiße Frau, die mit dem Rötlichen Mann verheiratet ist” (Thomas Norton, n. Coudert, 22).

Das wandlungsfähige Quecksilber steht im Tierkreis für das veränderliche Luftzeichen Zwillinge und die Jungfrau.

Im Aberglauben heißt es, Quecksilber solle gegen den Bösen Blick helfen und, unter der Türschwelle des Hauses deponiert, Hexen abwehren. Schmuckstücke mit eingearbeitetem Quecksilber gilt volksmedizinisch als Medizin gegen Herz- und Muskelbeschwerden sowie als stärkendes Mittel für die Wöchnerin, das für genügend Milch sorgen soll.