| Akkader | ||
Das erste semitische Großreich in Mesopotamien war Akkad, dessen gleichnamige Hauptstadt am Euphrat im nördlichen Babylonien lag (heute Irak), wenngleich die genaue Lage unbekannt ist. Reichsgründer war Sargon I. (um 2350 v.), das Herrschaftsgebiet reichte vom Persischen Golf über Mesopotamien bis zum Mittelmeer und nach Kleinasien hinein. Um 2150 v. wurde dieses Reich von dem Bergvolk der Gutäer (Guti) zerstört, das Babylonien für etwa hundert Jahre beherrschte, ehe die Amoriter unter König Hammurabi ihre Herrschaft entfalteten.
Die akkadische Sprache gehört zur semitischen Sprachfamilie und löste in Mesopotamien das sumerische ab. Über die Zeit entwickelte sich die Sprache vom Altakkadischen zum Assyrischen und Babylonischen. Mit Babylon verlor auch das Akkadische im 5. Jh. v. den Vorrang und wurde nurmehr für wissenschaftliche und religiöse Zwecke verwendet. Überliefert ist die Sprache in sumerischer Keilschrift.
Im Groben sah das akkadische Weltbild himmlische, irdische und unterweltliche Sphären vor, umgeben von einem Ozean.
Der erste der drei Himmel galt als Wohnort des Himmelsgottes Anu, im zweiten wohnten Igigu und Marduk und in einem dritten befanden sich Sonne, Mond und Sterne. Darunter befand sich die von einem Salzmeer umgebene Erde, die ihrerseits als ein Berg mit sieben Etagen gedacht war und Aufenthaltsort des Ellil war und die von Menschen besiedelte Welt darstellte. Vom Himmel trennte diese Menschenwelt der Horizont, der sowohl Fundament wie Damm des Himmels darstellte.
Unterhalb befand sich das Apsu genannte Reich des Süßwassergottes Ea, noch tiefer die eigentliche Unterwelt Aralu mit dem von sieben Mauern umgebenen Palast des Nergal und der Allatu. Hier wohnten die 600 Anunnaki und hierher gelangten die Verstorbenen.
Die gesamte Welt umströmte ein himmlischer Ozean.
Sammlung einiger akkadischer Götter und Dämonen: Alalu, Lilitu, Lilu, Nergal, Pazuzu, Zu